Tagesgeld wieder lukrativ – Ein Blick auf die aktuellen Angebote

Lange Zeit war das Tagesgeldkonto für viele Banken ein absoluter Selbstläufer. Im Zuge der Finanzmarktkrise mussten viele Institute jedoch ihre Konditionen für das Tagesgeld verändern, was sich zwangsläufig an der Höhe der Zinsen bemerkbar machte.

Seit dem 12.07.2010 besteht für viele Sparer wieder etwas mehr Hoffnung, in diesem Jahr doch noch einigermaßen attraktive Zinserträge einzufahren. Mit dem heutigen Datum wurde die neue Direktbank „GE Capital Direkt“ eröffnet.

Gleich zu Beginn ihres Geschäfts im Privatkundensektor, ist die Bank in aller Munde. Hohe Zinsen von 2,25% p.a., welche gleichzeitig für das gesamte Guthaben auf dem Tagesgeldkonto gewährt werden, locken die Verbraucher an.

Auch die Häufigkeit der Zinsgutschriften, immerhin 4x pro Quartal, weiß zu überzeugen. In Punkto Einlagensicherung erhalten Sparer eine doppelte Absicherung. So gilt selbstverständlich die gesetzliche Absicherung für jeden Bankkunden, welches Guthaben bis 50.000 Euro absichert. Weiterhin ist die GE Capital Direkt jedoch auch freiwilliges Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds. Hierdurch entsteht für jeden GE-Kunden eine hohe Absicherung von 118 Millionen Euro.

Nachsehen bei DAB, Comdirect und Bank of Scotland

Bis heute erhielten Tagesgeld-Anleger maximal 2,10% Zinsen für eine Tagesgeldanlage. Hierbei mussten Verbraucher zudem weitere Einschränkungen hinnehmen.

Die DAB Bank bietet mit ihrem Tagesgeld-Depot 2,10% p.a. für Einlagen bis maximal 10.000 Euro. Übersteigt das Guthaben eines Kunden diese Grenze, so zahlt die Direktbank für den Betrag von mehr als 10.000 Euro nur noch 0,50% Zinsen. Gleichzeitig sind die Konditionen jedoch für einen langen Zeitraum, bis zum 30.06.2010, festgeschrieben.

Ebenfalls mit 2,10% lockt die bekannte Comdirect. Auch hier gibt es für den Zinssatz eine Einschränkungen, so gelten 2,10% p.a. nur für Guthaben bis 5.000 Euro. Anleger die mehr Geld auf dem Tagesgeldkonto der Comdirect parken, erhalten bis 50.000 Euro geringe 1,30%, ab 50.000 Euro nur noch 0,50%. Insgesamt ist das Angebot somit eher für Kleinanleger interessant.

Vor rund 1,5 Jahren vollzog die Bank of Scotland ihren Deutschland-Markteintritt. Seitdem ist die Bank aus den Top-5 zahlreicher Vergleichsportale nicht mehr wegzudenken. Aktuell bietet die Bank mit Sitz in Berlin zwar nur 2,00%, dafür gilt der Zins wie bei der GE Capital Direkt für das gesamte Guthaben, zusätzlich erhalten Neukunden einen Bonus in Höhe von 20 Euro.